{"id":3622,"date":"2025-08-05T11:31:44","date_gmt":"2025-08-05T09:31:44","guid":{"rendered":"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/?p=3622"},"modified":"2025-08-05T11:32:01","modified_gmt":"2025-08-05T09:32:01","slug":"was-fehlt-wen-inklusion-nicht-mitgedacht-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/ll\/was-fehlt-wen-inklusion-nicht-mitgedacht-wird\/","title":{"rendered":"Was fehlt, wenn Inklusion nicht mitgedacht wird"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"3622\" class=\"elementor elementor-3622\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4dc7011 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"4dc7011\" data-element_type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-fa0b942 e-con-full e-flex e-con e-child\" data-id=\"fa0b942\" data-element_type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c15afad elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"c15afad\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h1 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Was fehlt, wenn Inklusion nicht mitgedacht wird<\/h1>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-bb045cd e-con-full e-flex e-con e-child\" data-id=\"bb045cd\" data-element_type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-669235c elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"669235c\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"800\" src=\"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1Elisabeth-Zeilinger-by-Luiza-Puiu-1024x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-image-3625\" alt=\"Portraitfoto von Elisabeth Zeilinger\" srcset=\"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1Elisabeth-Zeilinger-by-Luiza-Puiu-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1Elisabeth-Zeilinger-by-Luiza-Puiu-300x300.jpg 300w, https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1Elisabeth-Zeilinger-by-Luiza-Puiu-150x150.jpg 150w, https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1Elisabeth-Zeilinger-by-Luiza-Puiu-768x768.jpg 768w, https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1Elisabeth-Zeilinger-by-Luiza-Puiu-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1Elisabeth-Zeilinger-by-Luiza-Puiu-2048x2048.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-8d8478b elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"8d8478b\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><strong>Elisabeth Zeilinger forscht an der Universit\u00e4t Wien.<\/strong><\/p><p>Foto (c) Luiza Puiu<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4606ae5 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"4606ae5\" data-element_type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-2397d54 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"2397d54\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><strong>Wie gut sind Gesundheitsberufe auf die Arbeit mit Menschen mit Behinderung vorbereitet? Eigentlich wollten wir mit der Klinischen Psychologin Elisabeth Zeilinger \u00fcber Ausbildung sprechen \u2013 doch im Gespr\u00e4ch zeigte sich schnell: Das eigentliche Problem liegt viel tiefer.<\/strong><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-54b8c52 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"54b8c52\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>\u201eIch habe nie eine Person mit intellektuellen Beeintr\u00e4chtigungen auf der Onkologie gesehen\u201c, erz\u00e4hlt Elisabeth Zeilinger. Die Klinische Psychologin arbeitete einst im AKH Wien \u2013 einem der modernsten Spit\u00e4ler \u00d6sterreichs. \u201eIch habe mich gefragt: Wo sind diese Menschen eigentlich, wenn sie Krebs haben? Wer versorgt sie?\u201c<\/p><p>\u00a0<\/p><h4><strong>Vom Eigentlichen zu dem was dahinter steckt<\/strong><\/h4><p>Eigentlich wollten wir mit Zeilinger \u00fcber Ausbildung sprechen \u2013 genauer: dar\u00fcber, wie gut zuk\u00fcnftige Pflegekr\u00e4fte, Therapeut*innen oder \u00c4rzt*innen auf die Arbeit mit Menschen mit Behinderung vorbereitet werden. Doch das Thema war schnell abgehakt. Der Grund: Es gibt kaum systematische Vorbereitung. Das Problem ist bekannt, aber strukturell nicht gel\u00f6st.<\/p><p>Was sich stattdessen im Gespr\u00e4ch zeigte: Ein Flickwerk an Initiativen, dramatische L\u00fccken in der Gesundheitsversorgung und ein erschreckender Mangel an Daten. Zeilinger forscht an der Universit\u00e4t Wien zur Gesundheitsversorgung von Menschen mit intellektuellen Beeintr\u00e4chtigungen.<\/p><p>\u00a0<\/p><h4><strong>Ausbildung? Ein Randthema<\/strong><\/h4><p>In der medizinischen oder psychologischen Ausbildung ist das Thema Behinderung kaum verankert. \u201eIn der Psychologie war es fr\u00fcher besser \u2013 da gab es eine Pflichtlehrveranstaltung zu diesem Thema\u201c, sagt Zeilinger. Heute sei selbst das eher selten. Auch in der postgradualen Ausbildung zur Klinischen Psychologie oder in der Psychotherapie sei kaum etwas vorgesehen. Zeilinger selbst suchte damals vergeblich nach einer Spezialisierung. Zwar gebe es vereinzelt Wahlf\u00e4cher \u2013 meist jedoch nur, wenn sich einzelne Lehrende besonders engagieren. An struktureller Verankerung mangelt es.<\/p><p>\u00a0<\/p><h4><strong>Sichtbarkeit und Versorgungsl\u00fccken<\/strong><\/h4><p>Die Folgen dieses Mangels zeigen sich drastisch: Menschen mit Behinderung sind im Gesundheitssystem kaum sichtbar \u2013 oder werden nicht mitgedacht. Oft passiert inklusive Versorgung nur dann, wenn es engagierte Einzelpersonen gibt. Doch strukturelle Rahmenbedingungen fehlen: barrierefreie Information, Gespr\u00e4chskompetenz, Zeit, Informationen in leichter Sprache.<\/p><p><strong>\u00a0<\/strong><\/p><h4><strong>Mangelnde Vorsorge, schlechtere Prognose<\/strong><\/h4><p>Das beginnt schon bei der Vorsorge. Viele Menschen mit intellektuellen Behinderungen nehmen diese nicht wahr. Nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie nicht wissen, dass es sie gibt. Oder weil sie in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht haben. Die Folge: Erkrankungen werden sp\u00e4ter erkannt, die Prognosen sind schlechter. Das passiert oft ohne, dass es jemand bemerkt.<\/p><p>\u00a0<\/p><h4><strong>Fehlende Daten, fehlende Forschung<\/strong><\/h4><p>Es gibt kaum belastbare Daten zur gesundheitlichen Lage von Menschen mit Behinderung in \u00d6sterreich. \u201eWir wissen nicht, ob sie zur Krebsvorsorge gehen, wie oft sie untersucht werden, in welchem Stadium Diagnosen gestellt werden\u201c, sagt Zeilinger. In anderen L\u00e4ndern lassen sich solche Fragen beantworten, weil dort Registerdaten gezielt ausgewertet werden.<\/p><p>In \u00d6sterreich hingegen fehlen Strukturen, Geld \u2013 und oft schlicht der politische Wille. Dabei k\u00f6nnten bestehende Datenbanken bereits Hinweise liefern. \u201eWir k\u00f6nnen oft nur sagen: In anderen L\u00e4ndern ist es so. Also wird es bei uns wohl auch so sein. Aber genau wissen wir es nicht\u201c, so Zeilinger.<\/p><p>\u00a0<\/p><h4><strong>Wie es besser gehen k\u00f6nnte<\/strong><\/h4><p>Es gibt aber auch positive Ans\u00e4tze. Zeilingers Team arbeitet etwa mit einer Beratungsgruppe zusammen, in der Menschen mit Behinderung selbst aktiv mitforschen. Solche partizipativen Formate k\u00f6nnten Vorbild f\u00fcr Ausbildung und Praxis sein. Denn eines ist klar: Gute Gesundheitsversorgung braucht direkte Begegnung, echtes Wissen und strukturelle Rahmenbedingungen \u2013 nicht nur gut gemeintes Engagement einzelner.<\/p><p>Was mit einer einfachen Frage zur Ausbildung begann, wurde zum Blick in ein System voller L\u00fccken \u2013 und M\u00f6glichkeiten. Wer Menschen mit Behinderung wirklich gut versorgen will, muss sie mitdenken: in der Forschung, in der Ausbildung, in der Praxis. Und vor allem: auf Augenh\u00f6he.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was fehlt, wenn Inklusion nicht mitgedacht wird Elisabeth Zeilinger forscht an der Universit\u00e4t Wien. Foto (c) Luiza Puiu Wie gut sind Gesundheitsberufe auf die Arbeit mit Menschen mit Behinderung vorbereitet? Eigentlich wollten wir mit der Klinischen Psychologin Elisabeth Zeilinger \u00fcber Ausbildung sprechen \u2013 doch im Gespr\u00e4ch zeigte sich schnell: Das eigentliche Problem liegt viel tiefer. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3632,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"elementor_header_footer","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[38,25,15],"tags":[],"class_list":["post-3622","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesundheit","category-lebens-magazin","category-un-behindertenrechtskonvention"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/ll\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/ll\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/ll\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/ll\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/ll\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3622"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/ll\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3622\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3635,"href":"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/ll\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3622\/revisions\/3635"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/ll\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3632"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/ll\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/ll\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/ll\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}