{"id":3480,"date":"2025-06-02T09:48:49","date_gmt":"2025-06-02T07:48:49","guid":{"rendered":"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/?p=3480"},"modified":"2025-06-02T09:49:06","modified_gmt":"2025-06-02T07:49:06","slug":"ki-oeffnet-tueren-aber-nicht-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/ll\/ki-oeffnet-tueren-aber-nicht-alle\/","title":{"rendered":"KI \u00f6ffnet T\u00fcren &#8211; aber nicht alle"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"3480\" class=\"elementor elementor-3480\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4dc7011 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"4dc7011\" data-element_type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-fa0b942 e-con-full e-flex e-con e-child\" data-id=\"fa0b942\" data-element_type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c15afad elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"c15afad\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h1 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">KI \u00f6ffnet t\u00fcren - aber nicht alle<\/h1>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-bb045cd e-con-full e-flex e-con e-child\" data-id=\"bb045cd\" data-element_type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-669235c elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"669235c\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"681\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/simone_c_miriamraneburger002-681x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-image-3487\" alt=\"Foto von Simone Kopeinik\" srcset=\"https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/simone_c_miriamraneburger002-681x1024.jpg 681w, https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/simone_c_miriamraneburger002-200x300.jpg 200w, https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/simone_c_miriamraneburger002-768x1154.jpg 768w, https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/simone_c_miriamraneburger002-1022x1536.jpg 1022w, https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/simone_c_miriamraneburger002-1362x2048.jpg 1362w, https:\/\/lebenshilfe-stmk.at\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/simone_c_miriamraneburger002-scaled.jpg 1703w\" sizes=\"(max-width: 681px) 100vw, 681px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-8d8478b elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"8d8478b\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><strong>Simone Kopeinik forscht am Know Center Graz an Fairness in KI-Anwendungen (Foto \u00a9\u00a0Miriam Raneburger)<\/strong><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4606ae5 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"4606ae5\" data-element_type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-2397d54 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"2397d54\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>K\u00fcnstliche Intelligenz \u2013 auch KI genannt \u2013 kann in vielen Situationen im Alltag das Leben von Menschen mit Behinderung erleichtern: ob sprachgesteuerte Lampen oder Texte, die in Sekundenschnelle in leichte Sprache \u00fcbersetzt werden. Aber: Die Technik ist nicht immer fair.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-54b8c52 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"54b8c52\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) ver\u00e4ndert unsere Welt in rasantem Tempo. Technologien wie Sprachassistenz, automatische \u00dcbersetzungssysteme oder Roboter in der Pflege sind bereits Teil des Alltags. Diese Technologien k\u00f6nnen das t\u00e4gliche Leben erleichtern \u2013 auch f\u00fcr Menschen mit Behinderung. Personen mit motorischen Einschr\u00e4nkungen k\u00f6nnen Ger\u00e4te einfacher steuern, Text-zu-Sprache-Programme oder Bildschirm-Leser erm\u00f6glichen Zugang zu digitalen Inhalten und Geb\u00e4rdenerkennungs- Programme \u00fcbersetzen in Echtzeit. Aber nicht immer sind diese Technologien auch fair.<\/p><h5><br \/><strong>Die Frage der Fairness<\/strong><\/h5><p>Simone Kopeinik forscht am Know Center in Graz an Fairness und Diversit\u00e4tsbewusstsein in KI- Anwendungen. Sie erkl\u00e4rt: \u201eWenn wir von Fairness in KI-Anwendungen sprechen, dann meinen wir, dass niemand aufgrund von sensiblen Merkmalen ungerecht behandelt werden darf. Solche Merkmale sind zum Beispiel Geschlecht, ethnische Zugeh\u00f6rigkeit, Alter, Herkunft, Hautfarbe, Religionszugeh\u00f6rigkeit und so weiter.\u201c Wenn KI beispielsweise in Bewerbungsprozessen zum Einsatz kommt und ausw\u00e4hlen soll, wer f\u00fcr eine Stelle in die engere Auswahl kommt, darf keine Person aufgrund dieser Merkmale benachteiligt werden. Diversit\u00e4tsbewusstsein geht laut Simone Kopeinik aber noch einen Schritt weiter: KI-Anwendungen sollen f\u00fcr unterschiedliche Menschen \u00e4hnlich gut nutzbar sein. \u201eDas ist oft ein Problem, weil Software-Anwendungen h\u00e4ufig f\u00fcr den Mehrheitsnutzer \u2013 zum Beispeispiel den technikaffinen, mittelalten Mann \u2013 gemacht werden.\u201c Spezielle Bed\u00fcrfnisse anderer Gruppen, wie zum Beispiel Frauen, Familien, Senior*innen oder Menschen mit Behinderung w\u00fcrden meist au\u00dfer Acht gelassen, so Kopeinik.<\/p><p>\u00a0<\/p><h5><strong>Ungerechtigkeit kann verst\u00e4rkt werden<\/strong><\/h5><p>Doch was, wenn KI-Anwendungen eben nicht fair programmiert sind? Welche Fehler k\u00f6nnen passieren? Zuerst ist wichtig, zu verstehen, wie diese Technologien funktioniert: KI lernt von vorhandenen Daten. Wenn in diesen Datens\u00e4tzen zum Beispiel Menschen mit Behinderung nicht vorkommen oder die Daten bereits Vorurteile erhalten, \u00fcbernimmt die KI diese Vorurteile. Simone Kopeinik f\u00fchrt aus: \u201eWenn eine KI \u201aunfaire\u2018 Ergebnisse liefert, kann sie bestehende gesellschaftliche Ungleichheiten verst\u00e4rken und sogar neue Formen von Diskriminierung schaffen.\u201c Zum Beispiel: Eine Person mit Behinderung wird im Bewerbungsverfahren aufgrund der Beeintr\u00e4chtigung nicht ausgew\u00e4hlt oder Spracherkennungs-Programme erkennen manche Stimmen nicht, weil sie nur mit m\u00e4nnlichen Stimmen trainiert wurden.<\/p><p>\u00a0<\/p><h5><strong>Wie wird KI fair?<\/strong><\/h5><p>Eine L\u00f6sung, um f\u00fcr mehr Fairness in KI-Anwendungen zu sorgen, k\u00f6nnte sein, die sp\u00e4teren Nutzer*innen in die Entwicklung miteinzubeziehen. Wenn Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen im Entwicklungsprozess die KI testen, k\u00f6nnen Barrieren abgebaut werden. Weiters m\u00fcssten die Daten, von denen eine KI lernt, genau auf Vorurteile sowie Ungerechtigkeiten getestet und regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft werden. Ein Schritt in die richtige Richtung ist laut Simone Kopeinik der \u201eAI Act\u201c der Europ\u00e4ischen Union (EU). Das ist ein neues Gesetz, das KI-Anwendungen nach ihrem Risiko beurteilt und Regeln schafft. Nach dem \u201eAI Act\u201c ist zum Beispiel KI verboten, die Menschen manipuliert oder \u00fcberwacht. Regeln alleine reichen aber nicht, so Kopeinik: \u201eEs ist ebenso wichtig, ein breites Bewusstsein f\u00fcr die Risiken und Auswirkungen von KI zu schaffen. Nur wenn Entwickler*innen, Unternehmen und Anwender*innen f\u00fcr m\u00f6gliche Fehler sensibilisiert sind, k\u00f6nnen sie fr\u00fchzeitig erkannt und vermieden werden.\u201c<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-fc0f92c e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"fc0f92c\" data-element_type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6cc13cf e-con-full e-flex e-con e-child\" data-id=\"6cc13cf\" data-element_type=\"container\" data-settings=\"{&quot;background_background&quot;:&quot;classic&quot;}\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ea705d7 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"ea705d7\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h5 style=\"text-align: left;\"><strong>KI-Beispiele f\u00fcr mehr Barrierefreiheit<\/strong><\/h5><p style=\"text-align: left;\">Das KI-basierte Werkzeug capito.ai von Atempo hilft beim Schreiben in leichter Sprache: Texte k\u00f6nnen mit einem Klick in drei verschiedene Schwierigkeitsstufen<br \/>\u00fcbersetzt werden. Das Tool gibt es derzeit in Deutsch und Englisch.<br \/>Mehr Infos: <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.atempo-verein.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.atempo-verein.at<\/a><\/strong><\/span><\/p><p style=\"text-align: left;\"><br \/>Die kostenlose FYE-App (FYE steht f\u00fcr \u201efrom your eyes\u201c, das ist Englisch und hei\u00dft \u201evon deinen Augen\u201c) soll Menschen mit Sehbeeintr\u00e4chtigung das Leben erleichtern: Man kann Fotos und Videos machen oder Dokumente hochladen. Die App kann mittels KI diese Bilder, Videos und Dokumente beschreiben. Reicht die KI-Funktion nicht, kann man weitere Beschreibungen anfordern und es helfen (ehrenamtliche) Menschen aus.<\/p><p style=\"text-align: left;\"><strong>Die App ist kostenlos im Play- oder Apple-Store verf\u00fcgbar.<\/strong><\/p><p style=\"text-align: left;\"><br \/>Viele Informationen \u00fcber KI-Systeme f\u00fcr Menschen mit Behinderung haben Universit\u00e4ten in Deutschland zusammengesucht. Das Projekt hei\u00dft KIKompass Inklusiv und ist im Internet zu finden:<\/p><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong><a href=\"https:\/\/ki-kompass-inklusiv.de\/datenschutz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.ki-kompass-inklusiv.de<\/a><\/strong><\/span><\/p><p style=\"text-align: left;\">\u00a0<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KI \u00f6ffnet t\u00fcren &#8211; aber nicht alle Simone Kopeinik forscht am Know Center Graz an Fairness in KI-Anwendungen (Foto \u00a9\u00a0Miriam Raneburger) K\u00fcnstliche Intelligenz \u2013 auch KI genannt \u2013 kann in vielen Situationen im Alltag das Leben von Menschen mit Behinderung erleichtern: ob sprachgesteuerte Lampen oder Texte, die in Sekundenschnelle in leichte Sprache \u00fcbersetzt werden. 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